Verhandlungsführer der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst und Dienstleistungen
(GÖD) und der Landesgruppen Bremen und Niedersachsen des
Bundesverbandes Deutscher Wach- und Sicherheitsunternehmen (BDWS)
konnten sich auf Lohnanhebungen von durchschnittlich 2% ab Mai 2010
einigen.

In einigen Bereichen wurden bis zu 4% Steigerung erreicht. Damit haben die
GÖD und die Arbeitgeber bewiesen, dass es auch in wirtschaftlich schwierigen
Zeiten möglich ist, die Einkommen zu erhöhen. Die neuen Löhne gelten ab dem
1. Mai 2010 mit einer Laufzeit von 12 Monaten. Mit Abschluss der Tarifverträge
setzt die GÖD ihren Kurs der kontinuierlichen Tarifentwicklung unter Berücksichtigung
der jeweils regionalen Faktoren fort.
Thema der Tarifverhandlungen war jedoch nicht nur die Anhebung der Einkommen.
Den Tarifvertragspartnern waren ebenfalls daran gelegen, die über
Jahre gewachsenen, mittlerweile aber nicht mehr zeitgemäße Unterschiede in
der Entlohnung weitgehend anzugleichen. „Für uns war es nicht nachzuvollziehen,
warum ein Auszubildender in Niedersachsen im ersten Lehrjahr 390 Euro
erhält und sein Kollege in Bremen 420 Euro“, erklärt der GÖD Tarifbeauftrage
Ulrich Vogler. Im Rahmen dieser Harmonisierung sind deshalb die Ausbildungsvergütungen
angepasst worden. So erhalten die Auszubildenden in Niedersachen
und Bremen im ersten Ausbildungsjahr 430 Euro, im zweiten Jahr
460 Euro und im dritten Ausbildungsjahr 510 Euro. „Für die Auszubildenden in
Niedersachsen bedeutet dies im ersten Lehrjahr eine Erhöhung von über 10
Prozent“, betonte Vogler.
Der GÖD Bundesvorsitzende Raymund Kandler sicherte zu, auch zukünftig am
Ausbau der Arbeitsbedingungen in der Branche zu arbeiten. „Unser Ziel ist es,
in absehbarer Zeit den Mindestlohn für die untersten Einkommensgruppen umzusetzen.
Der von ver.di angekündigte Mindestlohn für die Branche könnte
schon seit über einem Jahr gelten wenn die DGB-Vertreter die Allgemeinverbindlichkeit
im Bundestarifausschuss nicht abgelehnt hätten. Die GÖD begrüßt
den aktuellen Vorstoß, einen um den bisherigen Zeitablauf korrigierten neuen
Mindestlohn zu etablieren und ist zu einem gemeinschaftlichen Vorgehen von
BDWS, Ver.di und GÖD bereit.“